Luther WG
Was passiert, wenn man mit einen großen Haufen unterschiedlicher Menschen unter einem Dach versammelt, um eine riesige WG zu gründen? Und wie kann man ein Gemeindehaus in eine gemütliche Wohnung mit Platz für 20 Leute verwandeln?
In der Luther WG wollen wir genau das, immer wieder aufs Neue, herausfinden.
Wir wollen erleben, was es bedeutet, Gemeinde 24 Stunden am Tag zu leben. Aufstehen, Essen, Freizeit rumkriegen, den Tag bewältigen. Den ganz normalen Alltagswahnsinn, nur eben mit der gesamten Jugend.
2011

Vom 23.-27. November 2011 haben wir die Martin-Luther-Gemeinde wieder zur WG umfunktioniert:
Am Mittwochnachmittag sind wir mit 17 Jugendlichen und jungen Erwachsenen in die Gemeinde eingezogen. Im Gemeindehaus haben wir ein Jungs- und ein Mädchen-Schlafzimmer sowie in der Mitte einen Essenssaal eingerichtet. Der Jugendraum wurde zu einem riesigen Wohnzimmer mit Platz zum Spielen, Fernsehen und Chillen umfunktioniert. Da wir unter der Woche gestartet haben, waren die ersten Vor- und Nachmittage natürlich durch Schule und Uni bestimmt. Für uns als Team war das schon ein bisschen spannend, schließlich haben wir es das erste Mal während der Schulzeit gemacht. Da hat man sich vorher schon gefragt, ob morgens alle pünktlich aufstehen würden und die Hausaufgaben brav erledigt werden würden. Aber unsere Jugendlichen haben das super gemeistert und alles hat gut funktioniert. :-)
Was am Anfang nicht funktioniert hat, war eine der beiden Lampen im Bad. Dort ist eine Lampe direkt vor der Dusche angebracht, die andere um die Ecke. Da das Licht dort per Bewegungsmelder gesteuert wird, stand am Anfang der ein oder andere beim Duschen plötzlich im Dunkeln. Aber das Problem war schnell gelöst - zunächst mit einer Kerze und bald war auch eine neue Glühlampe bereit.
Nach der Schule kam jeder zu einer anderen Zeit nach Hause und hat sich aus den vorbereiteten Snacks eine Mittagessen bereitet. Der Nachmittag war dann - bis auf das Machen der Hausaufgaben sowie dem Putzdienst, für den jeder mal eingeteilt war- zur freien Verfügung. Hier wurde gespielt, gequatscht, gelesen oder auch mal der Weihnachtsmarkt besucht. Nach dem gemeinsamen, warmen Abendessen haben wir uns eine Zeit mit unserem himmlischen Vater genommen: Zunächst hat sich jeder - für sich oder in einer kleinen Gruppe - mit einem Text aus der Bibel beschäftigt. Im Anschluss gab es noch einen kurzen Gedankenanstoß von uns aus dem Team und ein paar Lieder Lobpreis. Anschließend haben wir den Abend gemütlich ausklingen lassen, mal bei einem leckeren Eis, mal beim einem KiBa oder Malzbier.
Mit unserem Jugendgottesdienst SPOTLIGHT am Freitagabend sind wir dann ins Wochenende gestartet. Mit insgesamt 32 Jugendlichen haben wir uns im Input mit der Lutherrose auseinandergesetzt und haben Gott im Lobpreis die Ehre gegeben. Anschließend gab es als besondere Abendaktion leckeres Fingerfood und eine interaktive Spielshow.
Zum Wochenende sind noch einmal 4 Jugendliche miteingezogen: Mit dann insgesamt 7 Mädchen und 14 Jungs kamen unsere Schlafräume wirklich an ihre Grenzen und auch das Chaos gewann natürlich immer mehr Raum. Aber da alle ausnahmslos ohne Murren und Meckern- und das hat mich wirklich beeindruckt- in unseren kurzfristigen Aufräumaktionen fleißig mitangepackt haben, haben wir das Chaos sowohl am Samstag als auch am Sonntag (für den Gottesdienst) immer relativ schnell beseitigt gehabt.
Den Samstag haben wir genutzt, um mal wieder eine große Gemeinschaftsaktion zu starten! Den Tag über waren wir im Badeland in Wolfsburg und hatten viel Spaß im Wellenbad, auf den Rutschen, im Außenbecken und im Whirlpool. Nach Hause gekommen gab es dann köstliches Curry-Geschnetzeltes und im Anschluss wieder unsere tägliche Bibelzeit. Bei der Double Sneak am Abend - einem gerade frisch herausgekommenen (DVD-)Film und einem alten Klassiker - sind dem ein oder anderen dann schon mal die Augen zugefallen.
Am Sonntag sind wir alle nach dem Gottesdienst wieder aus der Luther-WG ausgezogen. Und ich freue mich schon auf das nächste Mal!
(Verena Wahnschaff)
2009
Endlich war es soweit! Das Highlight der Sommerferien 2009 war gekommen, die Luther WG.
Die Vorfreude war groß- Als es dann am 18.07.2009 an das Einziehen in die Gemeinde (bzw. WG) ging, stieg die Spannung auf gemeinsame drei Tage bei jedem noch mehr.
Nachdem jeder seine Umzugskartons ausgepackt und sein Nest für die nächsten Tage bereitet hatte, ging es zur ersten Besprechung der Bewohner ins gemütliche Wohnzimmer. Dort bekamen wir zunächst eine Kiste mit einem Heftchen (Das das Handbuch genannt wurde ), wo alle wichtigen Dinge, die so ein Leben in einer WG etwas regeln sollten. Unter anderem hatten wir uns T-Shirts mit dem Luther WG-Logo drucken lassen. Sie sollten zeigen, dass wir alle zusammen gehören, und wir alle dort wohnen. Nachmittags haben wir dann erfahren, dass es total toll wäre, wenn man Gemeindemitglieder besuchen könnte.
Daraufhin haben Lucie, Kristin und ich Kuchen gebacken, um ihn dann für die Gemeindemitglieder mitzunehmen. Natürlich ist auch ein Geburtstagskuchen für Rainer drin gewesen.
Natürlich kam auch das leibliche Wohl nicht zu kurz, da wir ein tolles Team hatten, das uns immer toll bekocht hat, und wir immer alle satt geworden sind. Preist den Herrn für das leckere Essen!
Morgens und abends hatten wir sogenannte Klosterzeiten, wo wir uns näher mit Gott und Martin Luther beschäftigten. Am 1. Abend kam Björn und hat mit uns Plenum gemacht. Da unser Motto Luther WG war, haben wir anschließend den Luther Film geguckt. Ein echt toller Film! Die erste Nacht war für jeden ein bisschen aufregend, da man ja nicht gewohnt ist mit anderen auf so engem Raum zusammen zu schlafen.
Am Sonntag ging es dann mit Frühgebet (für jeden der mochte) weiter. Dann haben wir uns ein bisschen für den Tag gestärkt und sind dann zum Gottesdienst rübergegangen. Wo wir von einem netten Prediger als Jugend sehr herzlich empfangen wurden. An dem Tag gab es noch drei weitere Highlights, nach dem Gottesdienst waren wir bei Rainer eingeladen, da er an diesem Sonntag Geburtstag hatte. Die Party in seinem Garten war sehr gemütlich, bei Bratwurst und frischen Getränken wurde geplaudert, gelacht, gefeiert. Es war eine sehr schöne Feier. Als wir alle wieder in unserem zu Hause angekommen waren, hatten wir Gemeinschaft in unserem tollen Wohnzimmer. Mit Wii und Gemeinschaftsspielen wurde einfach gemütlich zusammen gespielt und gelacht. Irgendwann gab es dann Abendessen, wo wir dann alle wieder zusammen kamen um zu speisen. Nachdem Essen war dann wieder Zeit für eine geistliche Zeit. Veri und Flo sorgten dafür, dass unser Plenums-Zeit sehr tief wurde, mit viel Lobpreis uns einem guten Thema wurden wir noch tiefer in Gottes Wort gebracht. Danach gab es eine gemütliche Zeit am Lagerfeuer. Mit Stockbrot und Marshmellows hatten wir einfach eine gemütliche Gemeinschaft. Die zweite Nacht denke ich war für jeden schon ein Stück normal geworden.
Nachdem Frühgebet und dem Frühstück starteten wir unseren Arbeitseinsatz in der gesamten Gemeinde. Wir räumten den Jugendraum auf, schrubbten die Küche und die Toiletten bis alles blitzblank war. Nachdem alles sauber und ordentlich war, schnappten wir uns den Kuchen und haben in 2er Teams verschiedene Gemeindemitglieder besucht. Sie haben sich riesig über unseren Besuch gefreut. Nachdem wir von unserem Ausflug zurückgekommen waren, hatten wir noch gute Gemeinschaft miteinander. Nachdem Abendessen kamen dann Jörg und Christian um mit uns in der Bibel zu lesen und mehr über Gott zu erfahren, Jörg machte mit uns sehr langen und intensiven Lobpreis, was ich persönlich sehr schön fand. Danach gab es ein weites Highlight in der gesamten WG-Zeit. Wir mussten uns 2er und 3er Teams aufteilen und bekamen dann Teelichter in die Hand und mussten sie runter zu Joschi in den Park bringen, ohne dass sie beim Laufen ausgehen. Bloß wo war Marc??? Als wir es fast geschafft hatten, kam plötzlich Marc hinter der Hecke hervor und versuchte jeder Gruppe die Teelichter auszublasen. So ein Mist. Nun musste man wieder hoch zu Verena, um die Teelichter neu anzuzünden. Ein cooles Spiel. Leider neigte sich die Zeit an diesem Abend dem Ende zu.
Am nächsten Morgen packten wir dann alle unsere Sachen und räumten noch auf und trafen uns dann noch zu einer Abschlussrunde in unserem Wohnzimmer.
Damit war das leider das Ende der Luther WG erreicht. Wir alle haben das WG Leben noch lange vermisst.Ich möchte es auf jeden Fall wiederholen.
Geschrieben von Katharina



